Mit den Professjubiläen konnten sich die Familiaren schon zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen im Südosten Deutschlands, im Südosten Bayerns treffen. Zunächst war es zu Ende Mai die Balleiwallfahrt in Passau von Kloster St. Nikola hinauf zur Wallfahrtskirche Mariahilf ob Passau und das anschließende berührende Zusammentreffen im Refektorium und Klosterhof mit den Schwestern. Und vor drei Wochen dann die überaus gelungene und gemeinschaftsstiftende Investitur in Regensburg, wohin zur größten Freude aller viele ehrwürdige Schwestern aus Passau angereist waren und mitgefeiert haben. Nun die Feier der Professjubiläen Anfang August, die jedes Jahr wieder auch für die Familiaren einen Höhepunkt im Ordensjahr bildet, weil die Jubiläen allein durch die Kraft der Zahl an Jahren besonders sind, sich damit dem Alltag entheben und per se zum Fest werden.
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Zur Feier hatte die Oberin des Selbstständigen Hauses der Deutschordensschwestern in Passau, Generalassistentin Sr. Maria-Franziska Meier, eingeladen und konnte bei herrlichem Hochsommerwetter eine außergewöhnlich große Festgemeinde mit Hochmeister Frank, dem Prior der Provinz Österreich-Italien, dem Generalökonomen des Ordens, dem geistlichen Assistenten der Ballei Deutschland, Brüdern aus Deutschland und Südtirol, vierzig Familiaren aus Deutschland und Österreich, angeführt durch den Familiarenreferenten, den deutschen Balleimeister und die Komture aus Regensburg, Würzburg/Bamberg, München und Linz, begrüßen. Auch Angehörige der Jubilarinnen und Freunde des Klosters feierten mit.
In einem feierlichen Pontifikalamt, dem Hochmeister Frank als Hauptzelebrant vorstand, erneuerten die Jubelschwestern ihre Gelübde. In seiner Predigt würdigte der Herr Hochmeister den unermüdlichen Einsatz der Jubilarinnen für den Orden. Sie seien Frauen, die das umsetzen, was Papst Leo XIV. in seiner Predigt zum diesjährigen Tag des geweihten Lebens gesagt habe: „Auch heute seid ihr berufen, mit der Profess der evangelischen Räte und durch die vielfältigen Werke der Nächstenliebe, die ihr leistet, in einer Gesellschaft, in der Glaube und Leben sich aufgrund eines falschen und verkürzten Menschenbildes immer mehr voneinander zu entfernen scheinen, Zeugnis davon abzugeben, dass Gott in der Geschichte als Heil aller Völker gegenwärtig ist.“
Oberin Maria-Franziska erinnerte in ihrem Begrüßungswort, dass die Schwestern nach der Vertreibung aus dem Sudetenland vor genau 80 Jahren in Passau begonnen hätten, die deutsche Schwesternprovinz zu errichten, das Kloster St. Nikola zu beziehen und ihre karitative Arbeit aufzunehmen. Es sei eine schöne Fügung, dass die acht Jahrzehnte währende Tätigkeit in Passau mit den hohen Professjubiläen zu einer Einheit verschmelze. Im Direktorium des Deutschen Ordens heißt es tagesbezogen unter dem 8. August für das Jahr 1945: „Caritasdirektor Ludwig Penzhofer beschließt mit seinen Mitarbeitern, die Betreuung des Flüchtlingslagers Somme-Kaserne im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift in Passau den Deutschordensschwestern zu übertragen, nachdem die Schwestern aus dem Sudetenland vertrieben worden waren und neue Heimat und neue Tätigkeitsfelder suchen mussten. Damit war der Grundstein für die Errichtung der Schwesternprovinz in Deutschland gelegt.“
Balleimeister


































