Höre mein Herz,

Gott hat schon begonnen,

seinen Advent in die der Welt

und in dir zu feiern.

Leise und sanft,

so leise, dass man es überhören kann,

hat er die Welt schon an sein Herz genommen,

ja sein eigenes unbegreifliches Leben

eingesenkt in diese Zeit

(Karl Rahner)

Diese Worte des großen Theologen Karl Rahner, sie umspannen auf wunderbare Weise das, was Advent ausmacht, die Erwartung der Menschwerdung Gottes in der Zeit, nicht in irgendeiner, nicht als historisches Faktum, sondern immer wieder unbegreiflich in meiner Zeit. Gott wird Mensch, um bei mir anzukommen, als logische Folge seiner Liebe zum Geschöpf, seines Willens den Menschen zu erlösen. Einmal mehr nicht nach menschlichen Maßstäben, nicht mit großer Show und Effekthascherei, sondern still, leise, unscheinbar. Sanft, immer in der Gefahr, übersehen, überhört zu werden… aber doch so beharrlich und nachhaltig, dass es sichtbar, spürbar ist für jene, die sich einlassen wollen und können, die sich öffnen können, mit seinen Augen zu sehen, mit seinen Ohren zu hören.

 

 

Der Advent, jene Zeit der Erwartung, der Vorfreude ist nicht nur vom Blick auf den Stall von Bethlehem, von der Sehnsucht nach meiner eigenen Menschwerdung in diesem Kind geprägt, in dem Gott sich in die menschliche Existenz herabbeugt, Gott seine Solidarität mit dem Geschöpf verdeutlicht, wie nie zuvor, er ganz bei ihm, bei ihr sein möchte…sondern der Advent ist auch getragen von der Erwartung der Wiederkunft des Herrn am Ende der Tage, dann wenn sich der Kreis der Erlösung schließt, wenn Gott alle sammelt und zusammenführt und das Reich der Himmel vollständig Gestalt annimmt

 

Der Konvent am Hochmeisteramt und das Büroteam wünschen eine gesegnete Adventzeit